Mittwoch, 23. Dezember 2015

Lesend & blubbernd durch die Weihnachtszeit - Tag 3

Tag 2 hab ich direkt mal "verpasst" haha, super. Mannomann. Naja.



TAGESAUFGABEN FÜR MITTWOCH, DEN 23.12.2015
  • Setze dir heute Morgen dein persönliches Leseziel für den Tag (z.B. 100 Seiten, 1 Stunde pure Lesezeit, aktuelles Buch beenden) und versuche es bis um Mitternacht zu erreichen
  • Besuche mind. 3 Blogs, die du auf der Teilnehmerliste findest und hinterlasse jeweils mind. 2 Kommentare unter verschiedenen Beiträgen
  • Hast du deine Umgebung schon weihnachtlich dekoriert? Präsentiere uns deine Lektüre in einem weihnachtlichen Setting! 

01:24 Uhr: Ich starte jetzt mal in Tag 3, auch wenn ich bald schlafen gehe und dann wohl erst morgen richtig anfange. Mit der ersten Aufgabe mach ichs mir mal ganz einfach: Mein Ziel ist es, mit dem Buch mal anzufangen!
Heute hab ich mir auch zwei neue Bücher gekauft. Also wäre schon schön, wenn ich dieses Jahr noch ein bisschen zum Lesen kommen würde.

Besucht habe ich books'n'stories :)

19:48 Uhr: Mittlerweile hab ich endlich mal mit dem Buch "Don't tell me lies" angefangen. Interessant. Ich bin gespannt, wies weitergeht und ob ich es schaffe, das Buch innerhalb der Lesewoche zu beenden.

Ich wurde gefragt, wwelche Bücher ich mir gekauft habe, deswegen zeig ich euch das doch jetzt mal hier:

Einmal ein Thriller von Joy Fielding :)

Sowie "Engelskalt" von Samuel Bjork. Das stand als Empfehlung am Ende von "Scherbenseele". Ich bin sehr gespannt, ob das Buch so spannend ist, wie es klingt.

Jetzt besuche ich gleich noch den Blog Papier und Tintenwelten sowie goldkindchen :)

00:00 Uhr: Das Ziel für heute hab ich erreicht. Hab mit "Don't tell me lies" angefangen, bin mittlerweile auf Seite 145. Ein Foto hab ich nicht gemacht, weil ich so gar nicht in Weihnachtsstimmung bin haha. Hier bei mir is auch gar nix wirklich weihnachtlich dekoriert, ohje. Nen Tannenbaum haben wir die letzten Jahre, seit wir Hunde haben, eigentlich auch nicht mehr gehabt (glaub 1 oder 2 Jahre hatten wir ausnahmsweise mal einen, aber sonst...) also, nun gut ;) Egaaal. 

Montag, 21. Dezember 2015

Lesend & blubbernd durch die Weihnachtszeit - Tag 1

Heute gehts los mit "Lesend & blubbernd durch die Weihnachtszeit" bei ankas geblubber :)
Ich bin ein bisschen spät dran, hab aber den Tag mit der Uni verbracht, da war eine Stadtführung mit Flüchtlingen gemacht haben :)
Und anschließend war ich beim Deutschkurs für "meine" Flüchtlinge :D
Von daher bin ich bisher natürlich noch nicht zum Lesen gekommen.. aber es sind ja Ferien!


TAGESAUFGABEN FÜR MONTAG, DEN 21.12.2015
  • Veröffentliche eine Blogbeitrag, in dem du deine Updates festhalten kannst und zeige uns das Buch, mit dem du diese Woche beginnst
  • Gönne dir heute mindestens 1 Stunde bewusste Lesezeit ohne Ablenkung
  • Besuche 7 Blogs, die du auf der Teilnehmerliste findest und hinterlasse jeweils 1 Kommentar
 Das Buch, das ich lesen werde, wird "Don't tell me lies" von Corey Ann Haydu sein.


Allerdings guck ich grad noch "Bauer sucht Frau" ... danach fang ich an zu lesen. Bis dahin besuche ich aber schonmal die 7 Blogs ;)

1) MagicAllyPrincess
2) Annas Bücher
3) Tapsis Buchblog
4) Astis Hexenwerk
5) mitten-im-leben-auf-dem-lesesofa
6) Wabuwabui
7) Sasija's TARDIS

Freitag, 4. Dezember 2015

[Gesammelte Schätze] Oktober 2015

Und die letzten fehlenden Schätze vom Oktober :)

Lilly Lindner - Winterwassertief
>> "Morgen ist nur ein anderer erster Tag, und du wirst nicht bei allen ersten Tagen in meinem Leben dabei sein können." (Seite 10)

>> Aber was bringt es, zu zweifeln, an einer Geschichte, die längst durch die Zeit bestätigt worden ist? Was bringt es, die Schnitte auf seinem Arm zu zählen, wenn man immer noch Rasierklingen zu Hause hat? (Seite 12)

>> Ich wusste: Worte sind zum Sätzemachen da.
Und wenn man keine Stimme hat.
Dann nimmt man eben Papier. (Seite 15)

>> Es gibt Fragen, die stellt man nur.
Wenn man die Antwort darauf schon kennt.
Wenn man weiß, dass man die Antwort bekommt, die man hören möchte. (Seite 37)

>> Und meine Fragen, sie sind manchmal nichts weiter als die von Angst umhüllte Gewalt in meinem Kopf. Die Gewalt, die ihre unendlichen Bahnen zieht und mich daran erinnert, wie leicht ich zu schlagen bin. (Seitet 37)

>> Nichts ist okay.
Wenn man verblutet.
Tropfenweise. (Seite 65)

>> Verzeih dem Schmerz sein hässliches Chaos.
Der nächste Morgen kommt doch. (Seite 74)

>> Und die Männer um dich herum, die glauben, sie könnten dich besitzen, flüstere ihnen zu, dass es nichts weiter als ein Schauspiel ist, denn wie könnte es anders sein, wenn du niemandem mehr gehörst.
Nicht einmal dir selbst. (Seite 75)

>> "Und das mit der Zeit hast du sowieso total falsch verstanden. Davon hat niemand zu viel oder zu wenig, denn sie ist überall und nirgendwo. Und das ist fast schon so, als würde sie gar nicht existieren. Und wenn du aufhörst, ihr hinterherzurennen, dann kommst du auch ganz bestimmt irgendwo an. (Seite 113)

>> [...] und einige Minuten später verstehe ich, dass eine einzige Frage ausreichen kann, um meinen Verstand in einen entblößten Stillstand zu verwandeln. Ein einziger Satz kann mich dazu bringen, eine Endlosschleife von hässlichen Bildern in meinem Kopf zu starten. (Seite 114)

>> Und wie lange noch werde ich alleine laufen, bis ich jemanden finde, der Schritt halten kann mit mir? Jemanden, der nicht einfach weiterläuft, wenn ich stolpere und falle. (Seite 122)

>>  Schmerz ist relativ.
Wenn man lange genug darüber nachdenkt, ist er eigentlich gar nicht da. (Seite 151)

>> "Wir selbst entscheiden, was wir mit uns geschehen lassen, was wir uns zuweilen selbst antun, was wir anderen antun. Wir tragen die Konsequenzen für jede Geschichte, die wir erzählen, und für jedes Märchen, an das wir glauben. Und ganz egal, wem wir die Schuld an unserem Fallen zuschreiben, wenn wir nicht wieder aufstehen, tragen wir sie am Ende selbst." (Seite 177)

>> Es gibt Fehler, an denen man scheitert.
Und Fehler, die scheitern an dir. (Seite 238)

[Gesammelte Schätze] Juni + Juli 2015

Da ich im Sommer ein unglaublich terminplanfüllendes RL hatte, hab ich kaum Bücher gelesen.. von daher gibts nur wenige Schätze :D

Alina Bronsky - Scherbenpark
>> Ich hasse Männer.
[...]
Deswegen wiederhole ich gern das, was meine Mutter immer gesagt hat: Ich bin mir selber ein Mann. (Seite 19)

>> Seit ich weiß, dass ich unterwegs keiner Frau im Negligé begegnen muss, fühle ich mich ein bisschen freier. Mir kommt der Gedanke, dass ich vielleicht nicht nur Männer hasse. Sondern auch Frauen. (Seite 110)

>> Es ist nicht so, dass er mir nicht mehr gefällt. Ich will bloß, dass er mich wieder loslässt. (Seite 158)

>> Also singen wir oft zusammen, er seinen Text und ich meinen, bloß die Melodie ist gleich und die Richtung auch. Trotzdem hat jeder sein Thema, und, wie bei zwei parallelen Wegen, wird es niemals zu einer Überschneidung kommen. (Seite 202/203)


S.J. Watson - Tu es. Tu es nicht.
>> Und ich möchte erklären, dass ein Mensch nicht alles sein kann, nicht immer. (Seite 186)

>> Es ist schwer, sich auf das Schlimmste gefasst zu machen, wenn du nicht weißt, was das Schlimmste sein könnte. (Seite 188)

>> Manchmal gibt es Dinge, die man besser nicht weiß. (Seite 422)

>> Mir wird mit plötzlicher Klarheit bewusst, dass wir Masken tragen, wir alle, ständig. Wir präsentieren der Welt und einander eine Fassade, eine Version von uns selbst. Wir zeigen stets ein anderes Gesicht, je nachdem, mit wem wir zusammen sind und was die jeweilige Person von uns erwartet. Selbst wenn wir allein sind, ist unser Gesicht bloß eine Maske, die Version von uns, die wir gern wären. (Seite 441)

[Gesammelte Schätze] Mai 2015

Weils im Mai so einige Schätze gab, mach ich den Monat mal alleine.

John Green - Margos Spuren
>> "Ich habe nie verstanden, warum man mit jemand zusammen sein will, nur weil er gut aussieht. Das ist doch, als würdest du dir die Cornflakes nach der Farbe aussuchen und nicht nach dem Geschmack. (Seite 45)

>> "Aber diese Geschichte war einfach irgendwie die letzte Saite, die gerissen ist. Okay, es war eine blöde Saite, aber es war die einzige Saite, die ich noch hatte, und selbst ein Plastikmädchen braucht doch wenigstens eine Saite, oder?" (Seite 66)

>> In diesem Moment spürte ich eine ungebrochene Verbindung zwischen ihr und mir, die sich von der Krippe über den Toten aus dem Park über die Schule bis zum Jetzt zog. Und ich wollte ihr sagen, dass das Glück für mich nicht in der Planung oder in der Ausführung oder im Aufbruch bestand; für mich war das Glück zuzusehen, wie sich unsere Saiten berührten und trennten und wieder zusammenliefen... Aber irgendwie hätte es sich kitschig angehört, und außerdem war sie aufgestanden. (Seite 88)

>> Doch als ich über das Gras und seine unterschiedlichen Deutungen nachdachte, musste ich an all die Bilder denken, die ich von Margo hatte, die richtigen und die falschen. Auch von Margo gab es viele Deutungen. Bisher wollte ich vor allem wissen, was aus ihr geworden war, doch jetzt, als ich versuchte die Vielfältigkeit von Whitmans Gras zu verstehen, den Geruch ihrer Decke in meiner Nase, wurde mir klar, dass die wichtigste Frage war, nach wem ich suchte. Wenn es auf die Frage "Was ist das Gras?" so viele Antworten gab, dachte ich, musste es bei der Frage "Wer ist Margo Roth Spiegelman?" erst recht so sein. Wie eine Metapher, die durch ihre Allgegenwart unerklärbar geworden ist, ließen die Spuren, die sie mir hinteerlassen hatte, Raum für endlose Interpretationen, für unendliche Variationen von Margo. (Seite 188)

>> "Das klingt nicht nach meiner Margo", entgegnete sie, und ich dachte an meine Margo und an Laceys Margo und an Mrs. Spiegelmans Margo und wie wir alle ein anderes Bild von ihr sahen - wie in einem Spiegelkabinett. (Seite 201)

>> "Aber weißt du, was dein Problem ist, Quentin? Du erwartest von den Leuten, dass sie besser sind, als sie sind." (Seite 210)

>> Am letzten Tag war es schwer, sich an die schlechten zu erinnern. (Seite 244)

>> Auch wenn man wegwollte, war der Abschied schwer. (Seite 244)

>> Der Abschied war schwer - bis ich ihn hinter mir hatte. Dann war es das Leichteste auf der Welt. (Seite 246)

>> "Nur, denk einfach dran, dass Leute manchmal nicht so sind wie das Bild, das du von ihnen hast." (Seite 287)


Lilly Lindner - Bevor ich falle
(hab ich schonmal erwähnt, wie sehr ich Lilly Lindner liebe?! Unglaublich!)

>> Und wenn du anschließend keine Freunde mehr hast.
Dann hattest du auch vorher keine.
Und wenn du von hier an allein dastehst.
Dann gehört der Boden unter deinen Füßen.
Immer noch dir. (Seite 7)

>> Wahrscheinlich hätte ich Katzen angezündet, Autoreifen zerschlitzt und hilflose Rentner ausgeraubt, wenn meine Mutter nicht dagewesen wäre und mir jeden Tag aufs Neue gesagt hätte: "Cherry, du bist ein wundervolles Mädchen. Hör auf, die Welt zu hassen. So bist du nicht."
Aber so war ich.
Irgendwie. (Seite 10)

>> "Was machst du auf dem Schrank!?", hat er gewettert.
"Ich baue einen Turm", habe ich erklärt.
"Auf dem Schrank!?", hat mein Vater gebrüllt.
"Nein", habe ich erwidert. "Vom Schrank aus."
"WARUM!?", hat mein Vater gebrüllt. (Seite 16)

>> Ich wollte nichts mehr. Gar nichts.
Aber wenn wir wissen, dass wir nichts mehr wollen, dann wollen wir wahrscheinlich doch etwas, sonst würden wir nicht darüber nachdenken, dass wir nichts wollen. Denn erst wenn wir nicht mehr darüber nachdenken, wie egal uns alles ist, erst dann wird uns wirklich alles egal sein, und erst dann sind wir nichts weiter als unwissende Abseitsgestalten im überbrückten Zeitgeschehen.
Also wollte ich wahrscheinlich alles.
Alles oder nichts. (Seite 40)

>> Du weißt nicht, wie sich Stille anfühlt.
Bis sie dich anbrüllt. (Seite 93)

>> Natürlich wollte ich nicht sterben. Ich wollte genau das Gegenteil: Ich wollte spüren, dass ich noch am Leben bin, ich wollte dieses betäubende Gefühl aus meinem Körper schütteln und kapieren, dass ich keine verzerrte Hülle bin. Und auch wenn es ein Widerspruch in sich ist: Es gibt nichts, was sich lebendiger anfühlt, als zu sterben. Denn wenn man merkt, dass man verblutet, wenn alles anfängt, sich zu drehen und die Farben sich in Luft auflösen, dann weiß man, dass man am Leben ist. (Seite 94)

>> All that I am you will never see
And all that I know is hard to tell you
But at the end of my descent
With the hardest winter inside me
I will survive this
You will see. (Seite 188)

>> Es gibt Augenblicke, die haben keinen hörbaren Namen. Sie brechen ein und ab und um, und irgendwann verwandeln sie sich in ein aufgebrachtes Rauschen, das in einem wasserfallartigen Getöse endet. (Seite 192/193)

>> Wir waren beide hervorragend darin, uns nicht zu berühren, obwohl wir uns an den Händen hielten. (Seite 217)


Das Buch hat noch einige schöne Stellen, aber die sind zu sehr mit Inhalt verbunden, als dass ich sie posten könnte. Aber.. lest Lilly Lindner! Sie ist unglaublich. ♥

[Gesammelte Schätze] Februar - März 2015

Ich hol jetzt mal die Schätze nach, die ich im Laufe des Jahres so versäumt hab zu posten :D

Joakim Zander - Der Schwimmer
 >> "Ich habe dich bei den Vorlesungen gesehen", sagte sie. "Du bist der Einzige, der noch einsamer wirkt, als ich mich fühle. Also bin ich dir gefolgt. Bescheuert, oder?"
Dann war sie ruhig über die Schwelle getreten, hatte ihre Arme um ihn geschlungen, ihren Kopf an seine Schulter gelehnt und ihre Finger in sein halblanges Haar geschoben. Hatte ihre Einsamkeit wortlos neben seine gelegt. Und Mahmoud ließ seine Einsamkeit, wo sie war, sodass sich die ihre und die seine von selbst annäherten, bis sie miteinander verschmolzen. (Seite 21)

>> Es gibt nichts, was ich bereue. Wenn wir alles unter dem Aspekt der Reue beurteilen würden, könnten wir nicht überleben. Und das Überleben ist am Ende das einzig Wichtige. (Seite 41)

>> Wenn sie mich anlügen, möchte ich es gar nicht wissen. (Seite 42)

>> Die helle Sommernacht ist nicht länger magisch oder überirdisch, sondern kalt und weiß und viel zu klar. (Seite 192)

>> "Wenn man jemanden wirklich finden will, gelingt einem das auch." (Seite 218) 


Lilly Lindner - Was fehlt, wenn ich verschwunden bin
>> Aber um ein Lachen sollte man normalerweise auch nicht bitten müssen. Ein Lachen sollte man geschenkt bekommen.
So wie Liebe. (Seite 15)

>> Und ab jetzt musst du auch nicht mehr auf mich zurück sichten. Sagt man das so? Rücksicht nehmen ist eine schöne Wortzusammensetzung. Weil es klingt, als würde man sich umdrehen, jemanden sichten und dann zurückgehen, um für ihn da zu sein. (Seite 37/38)

>> Ich mag Paula sehr gerne. Nicht nur wegen ihren Geschichten. Auch deshalb, weil sie weiß, wie man Gefühle hat. Manche Menschen wissen das nämlich nicht. Die sehen ihr ganzes Leben lang gleich aus und sind nie wirklich glücklich und nie wirklich traurig, sondern immer nur irgendwo dazwischen. Und wenn man zu viel dazwischen ist, dann ist man nirgendwo. (Seite 75/76)

>> Wer erfindet eigentlich solche Tests?
Menschen, die hochbegabt sind, verbringen ihre Zeit doch bestimmt nicht damit, Tests zu erfinden, um ihresgleichen zu entlarven. Und Menschen, die nicht hochbegabt sind, woher sollen die bitte schön wissen, was für einen Test Hochbegabte bestehen müssen, um hochbegabt zu sein? (Seite 304)
 

[Gesammelte Schätze] November 2015

Ohje. Jetzt hab ich wieder ne Ewigkeit nicht gepostet, obwohl es mit Sicherheit jeden Monat "Gesammelte Schätze" gab! Vielleicht hol ich das irgendwann demnächst tatsächlich mal noch nach.
Wäre irgendwie auch ganz nett, meinen Blog wieder etwas zum Leben zu bringen.

Aber jetzt erstmal die Schätze vom November :)

Lilly Lindner - Splitterfasernackt
>> "Ach Lilly", hat Caitlin da gesagt, "es ist schon okay."
Seitdem weiß ich, dass alle Menschen lügen, die sagen "es ist schon okay", denn das schon nimmt dem okay seine Bedeutung. (Seite 85)

>> Und wenn das Leben eine Aneinanderreihung von Glückseligkeiten wäre, dann würde es wahrscheinlich so beginnen, und keiner würde daran zweifeln. Aber kein noch so schöner Moment wäre von Wert, wenn er umgeben wäre von nichts anderem als seinesgleichen. Denn wir wissen nie, wie leise es ist, bis jemand anfängt zu schreien.
Stille. Existiert nur im lauten Raum. (Seite 172)

>> "Oder eine Kopf voll Worte wie Lilly", sagt Marla und zwinkert mir zu. "Sie nur braucht sagen ein paar Satz, und schon die Männer alle fallen in Liebe für sie."
Die anderen Mädchen nicken zustimmend und lachen mir zu. Aber ich wollte nie einen Mann, der für mich fällt, egal wohin. (Seite 180)

>> So viele Sätze, die mit "Ich will" anfangen.
So viele offene Wünsche.
Ich sollte intelligent genug sein, um mir in meine Augen sehen zu können und standzuhalten. Ich sollte Sachen zu mir sagen wie: "Ich werde leben. Ich werde aufhören zu verhungern. Ich werde mich mit Sorgfalt berühren. Ich werde keine Ana mehr sein. Und auch keine Mia. Ich werde jedem, der mich belächelt, weil ich Sex, Geld und Arbeit beliebig miteinander kombinieren kann und auch noch behaupte, ein Gehirn zu haben - ich werde jedem von denen beweisen, dass ich kein Stück vom gefickten Kuchen bin."
Aber ich sage es nicht. (Seite 182)

>> Und einsam in einer Wohnung zu sitzen ist so viel unkomplizierter, als unter Menschen zu sein, die essen und trinken und lachen und so sehr am Leben sind, dass ihr Anblick schmerzt. (Seite 232)

>> Es gibt so vieles, was ich nie verstehen kann. Und es gibt so vieles, was ich niemals wissen werde, auch wenn man es mir noch so anschaulich erklärt.
Aber eins weiß ich mit Sicherheit: dass wir das Leben führen, für das wir uns entscheiden. Dass wir so tief fallen, wie wir es zulaassen, dass wir so weit sehen, wie wir es wagen, die Augen zu öffnen.
Und dass die Worte, die wir sprechen, nur so lange weiterklingen, wie wir ihnen Nachdruck verleihen. (Seite 243)

>> Aber diesmal bleibe ich.
Denn gerannt bin ich genug.
Und wenn ich eines gelernt habe, auf meiner Flucht, dann, dass man niemals ankommt, wenn man nicht weiß, wo man hin will. (Seite 361)