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Mittwoch, 31. Oktober 2012

[Rezension] Toni Jordan - Tausend kleine Schritte

Gerade noch rechtzeitig am letzten Oktober-Tag und am letzten Tag vor dem NaNoWriMo .. ;)
Hier kommt die Rezension meines Buches für die Aufgabe Nummer 3 der Aufgabenchallenge:
"Lies ein Buch, das die 'Halloweenfarben' und/oder 'Halloweenmotive' auf dem Cover hat"
Mit der Aufgabe hab ich mir sehr schwer getan, aber ja, letztendlich hab ich dann doch noch was gefunden. Ist zwar nicht wirklich Halloween, aber hey; es ist orange ;)

  • Taschenbuch: 272 Seiten
  • Verlag: Piper Taschenbuch; Auflage: 8 (1. Oktober 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3492259634
  • ISBN-13: 978-3492259637
Inhalt/Klappentext:
"Grace Lisa Vandenburg hat seit ihrer Kindheit ein Faible für Zahlen. Das half ihr, Klassenbeste zu werden. Doch später verwuchs sich ihre liebenswerte Angewohnheit zu einer Zwangsstörung. Erst als sie Seamus kennenlernt, entdeckt sie, dass es sich lohnt, das Zählen aufzugeben."

Meine Meinung:
Das Cover gefällt mir sehr gut, auch wenn es zum Inhalt nicht wirklich passt (obwohl, vielleicht sollte ich mal zählen.... :D). Der Schreibstil gefällt mir sehr gut. Man kann das Buch sehr schnell lesen, ich habs jetzt heute in wenigen Stunden ausgelesen gehabt. 

Von den Charakteren gefällt mir besonders Seamus sehr sehr gut. Er wirkt von der ersten Sekunde an total sympathisch und locker. Die Hauptperson - Grace - hingegen .. hmm.. teilweise ist ihr Verhalten etwas zweifelhaft, aber klar, sie zählt ja nicht aus Spaß an der Freude, sondern hat ernsthafte Probleme. 
Familienmäßig gefällt mir Graces Nichte Hally (Hilary) total gut. Sie ist super! :) 

Die Handlung des Buches ist teilweise voraussehbar, aber es gibt auch überraschende Momente, bei denen man sich etwas anderes vorgestellt hat. Beispielsweise bin ich mir auch beim Ende nicht ganz sicher, ob es das ist, was ich erwartet / mir erhofft habe.  

Mein Fazit: 
Im Großen und Ganzen ist es ein sehr interessantes Buch, das schnell zu lesen ist, auch wenn die vielen Zahlen manchmal etwas anstrengend wirken. Zumindest für Leute, die kein Faible für Zahlen haben!

Dienstag, 9. Oktober 2012

[Rezension] S. J. Watson - Ich. darf. nicht. schlafen.

Soa, ich komm auch mal wieder dazu, eine Rezension zu schreiben :)

Wieder ist es Aufgabe 4 der Aufgabenchallenge:


Lies ein Buch das dem Horror oder (Psycho-)Thriller Genre zuzuordnen ist.
Es ist jetzt zwar nicht sooo extrem Horror oder Thriller, aber trotzdem. Auf dem Cover steht Thriller, also gilt das! :D 


  • Taschenbuch: 400 Seiten
  • Verlag: Fischer Taschenbuch Verlag; Auflage: 2 (20. September 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3596191467
  • ISBN-13: 978-3596191468
Inhalt/Klappentext:
"Es ist wie sterben, jeden Tag. Immer und immer wieder."
Als Christine aufwacht, ist sie verstört: Das Schlafzimmer ist fremd, und neben ihr im Bett liegt ein unbekannter älterer Typ. Sie kann sich an nichts erinnern. Schockiert muss sie feststellen, dass sie nicht Anfang zwanzig ist, wie sie denkt – sondern 47, verheiratet und seit einem Unfall vor vielen Jahren in einer Amnesie gefangen. Jede Nacht vergisst sie alles, was gewesen ist. Sie ist  völlig angewiesen auf ihren Mann Ben, der sich immer um sie gekümmert hat. Doch dann findet Christine ein Tagebuch. Es ist in ihrer Handschrift geschrieben – und was darin steht, ist mehr als beunruhigend. Was ist wirklich mit ihr passiert? Wem kann sie trauen, wenn sie sich nicht einmal auf sich selbst verlassen kann?
  
„>Ich liebe dich<, sagte er. Er flüsterte, als hätte er die Worte vorher noch nie gesagt, und obwohl er sie doch schon zahllose Male ausgesprochen haben musste, klangen sie neu. Verboten und gefährlich.“
 
Meine Meinung:
Wahnsinn! Das Buch war sooo unglaublich fesselnd, dass ich es eigentlich innerhalb von wenigen Stunden ausgelesen haben gekonnt hätte. So hab ich mir zwei Tage Zeit gelassen (allerdings jeweils nur ca. 1,5 - 2,5 Stunden oder so). 

Die Gestaltung des Covers gefällt mir persönlich jetzt nicht so gut, aber es ist in Ordnung. Zumindest die Farbe des Covers ist relativ schön. Zum Inhalt passts aber meiner Meinung nach nicht. Der Titel hingegen passt sehr gut zum Buch und kommt auch im Buch selbst vor, was mir immer sehr gut gefällt. 
  
„Ich fühlte mich, als wäre das hier, an seinen Körper geschmiegt, der einzige Ort, an den ich gehörte. Der einzige Ort, an dem ich je sein wollte.“

Wenn man die verschiedenen Personen betrachtet.. mmh, ich will nicht spoilern, also nicht zu viel verraten..
Ben war mir jedenfalls von Anfang an nicht 100% sympathisch. 
Claire hingegen sofort. ;)
Auch mit der Hauptperson.. naja, identifizieren kann man sich nicht, dazu ist die Geschichte doch zu ungewöhnlich, aber man versteht sie, weil man dadurch, dass sie Tagebuch schreibt, jeden ihrer Tage miterlebt. Man erlebt jedes Mal, wie sie aufwacht und nicht weiß, wer sie ist, wer der Mann neben ihr ist, wie alt sie ist. 
  
„>Christine, wir verändern andauernd Tatsachen, schreiben unsere Geschichte neu, um Dinge einfacher zu machen, um sie unserer bevorzugten Version der Ereignisse anzupassen. Wir machen das automatisch. Wir erfinden Erinnerungen. Unbewusst. Wenn wir uns oft genug einreden, dass irgendetwas passiert ist, glauben wir es irgendwann und können uns schließlich sogar richtig dran erinnern. Kann es nicht sein, dass Ben genau das macht?<“

Zur Handlung selbst kann man sagen, dass es auf alle Fälle spannend bleibt. Einen Teil habe ich mir zwar relativ früh denken können, aber den wirklichen Umfang erkennt man erst am Ende. Der Autor schafft es, die richtige Atmosphäre zu schaffen. Zumindest bei mir hats funktioniert: Obwohl im Buch selbst noch gar nichts Dramatisches passiert war, wusste ich, dass es gleich so weit sein wird. Super! Sowas mag ich total. :)

Auch dass das Buch in drei "Teile" gegliedert wurde, gefällt mir gut. Nur war es nach dem langen Teil "Tagebuch" etwas schwer, wieder in den 1. Teil "heute" reinzufinden. Aber andererseits ist der Einstieg mit dem "heute"-Teil großartig, weil man dadurch sofort ins Geschehen geworfen wird, sofort erfährt, wie der Tag für Christine beginnt - jeder Tag. 
  
„Mein Leben, dachte ich, ist auf Treibsand gebaut. Es verändert sich von einem Tag auf den anderen. Dinge, die ich zu wissen meine, sind falsch, Dinge, deren ich mir sicher bin, Fakten meines Lebens, von mir, gehören in eine Zeit, die Jahre zurückliegt. Meine ganze Vergangenheit liest sich wie eine erfundene Geschichte. Dr. Nash. Ben. Adam und jetzt Claire. Sie existieren, aber als Schatten in der Dunkelheit. Wie Fremde kreuzen sie durch mein Leben, stellen Verbindung zu mir her, lösen die Verbindung zu mir auf. Trügerisch, flüchtig. Wie Gespenster.“

Mein Fazit: 
Sehr fesselndes Buch, das ich jedem empfehlen kann, der (leichte) Thriller mag. :)

5 von 5 Punkten.  

Dienstag, 11. September 2012

[Rezension] Ellen Alpsten - Eine Liebe in Paris

Hier kommt mal wieder eine Rezension :) Dieses Mal ist es gleichzeitig Aufgabe Nummer 4) der Aufgabenchallenge, aber auch Teil der Coverchallenge :)
"Eine Liebe in Paris" hat nämlich zum einen einen Mann und eine Frau auf dem Cover und ist außerdem ein Buch eines Genres, von dem es sonst eigentlich relativ wenig auf meinem SuB gibt. ;)

(via)
  • Gebundene Ausgabe: 288 Seiten
  • Verlag: Coppenrath, Münster; Auflage: 1., Aufl. (Februar 2011)
  • ISBN-10: 3815755255
  • ISBN-13: 978-3815755259
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 13 - 16 Jahre
 ">Ich werde lieber abgeholt als weggebracht. Abschiede sind zu lang<, sagte ich." 

Inhalt/Klappentext:
PARIS - also: Panik, Aufregung, Reißaus nehmen In letzter Sekunde? - Als Ava ihre Koffer packt, weiß sie noch nicht, was sie in Paris wirklich erwartet. Doch dann ist da plötzlich dieser bekannte Maler Wolff und Ava schwebt auf Wolke Sieben. >Hier in Paris kann jederzeit alles passieren<, sagt er und bezaubret Ava mit seinem unwiderstehlichen Charme, bis sie sich über beide Ohren in ihn verliebt. Aber ist der erfolgreiche Künstler tatsächlich ernsthaft an ihr interessiert?

"Mogens umarmte mich ebenfalls noch einmal. >Versprich mir, dass du ein großes Mädchen bist und nicht an Märchen glaubst.< 
Ich lachte. >Klar bin ich schon groß, ich kann sogar ganz allein auf mich aufpassen. Aber was meinst du denn mit nicht an Märchen glauben?<
>Na, dann weißt du, dass es nichts bringt, Frösche zu küssen. Sie werden nicht zu Prinzen. Niemals. Ein Prinz ist ein Prinz und ein Franzose ist ein Frosch.<"

Meine Meinung:
Das Buch hat mir sehr gut gefallen. War leicht zu lesen und für das angegebene Alter sicherlich super geeignet. Ich bin zwar schon etwas älter, aber trotzdem fand ich das Buch niedlich und hatte Spaß beim Lesen. Allerdings war mir schon relativ schnell ein großer Teil der Handlung klar, der erst nach und nach aufgedeckt werden sollte. Aber das hat den Lesespaß nicht gemindert, ganz im Gegenteil. :D 

Das Cover gefällt mir auch sehr gut. Es ist sehr jugendlich und passt prima zum Inhalt der Geschichte. Der Schreibstil von Ellen Alpsten ist toll, die Beschreibungen sind sehr genau und gut vorzustellen. 

">Ich wohne ganz oben. Wir haben es fast geschafft, komm. Für meine Malerei brauche ich das Oberlicht von Norden. Außerdem ist jeder Mensch entweder ein Maulwurf oder ein Vogel.<"

Was mich etwas gestört hat, waren die vielen französischen Wörter und Sätze im Buch. Das ist zwar auf der einen Seite super, aber auf der anderen Seite für jemanden wie mich - der kein Französisch kann - etwas doof. Aber war in Ordnung, weil meistens aus dem Zusammenhang klar war, um was es geht, oder es dann nochmal übersetzt wurde. 

"Ich hatte Lust, an das andere Seineufer zu laufen, statt die Metro zu nehmen. Die Brise war einfach zu frisch und der Himmel zu groß und zu blau, um unter die Erde zu verschwinden. In meiner Vorfreude auf Wolff wollte ich kein Maulwurf sein, sondern ein Vogel."

Die Charaktere konnte man sofort ins Herz schließen irgendwie. Man fühlte sich mit ihnen verbunden.   

Mein Fazit:
Sehr niedliches Mädchenbuch, das für 13 bis 16 jährige sicherlich bestens geeignet ist, aber das man auch mit 20 noch lesen kann ;) 

4 von 5 Punkten.

">Weißt du, manchmal ist es gar nicht so einfach, eine Entscheidung zu treffen und loszulassen, obwohl es das Einfachste der Welt sein kann. Ich denke, so ehrlich muss man sein, oder?<
>Die Welt nicht schwarz und weiß, Jean-Loup, sie ist voller Farbe.<"

Samstag, 1. September 2012

[Rezension] Melanie Ahrens - Glück, ich sehe dich anders

Hier kommt die zweite Rezension für die Aufgabenchallenge :)
Das war Aufgabe 4) Lies ein Buch von deinem SuB mit dem längsten Buchtitel.

  • Taschenbuch: 288 Seiten
  • Verlag: Bastei Lübbe (Bastei Verlag); Auflage: 5 (16. August 2012)
  • ISBN-10: 3404615999
  • ISBN-13: 978-3404615995

"Was hatte der Arzt gesagt? Unser Kind sieht >komisch< aus? Er selbst - mit schief gelegtem Kopf auf uns einredend - war mit seinen fettigen Haaren und den hervorstehenden Augen hinter den dicken Brillengläsern auch nicht gerade als attraktiv zu bezeichnen." 

Inhalt/Klappentext:
Melanie und Rolf lernen sich mit Anfang 20 kennen. Ihr Traum ist es, zu heiraten und Kinder zu haben. Als kurz nach der Hochzeit Louise geboren wird, scheint ihr Glück vollkommen. Doch die Freude über die Tochter schlägt in Verzweiflung um: Louise leidet am Down-Syndrom - und ein behindertes Kind passt nicht in die heile Welt des jungen Paares. Doch Louise erobert die Herzen ihrer Eltern! Melanie und Rolf wollen sie nicht mehr hergeben. Und dann wird Melanie erneut schwanger. Sie hofft auf ein gesundes Geschwisterchen für Louise ...

"Beide Behinderungen unserer Mädchen waren zufällig passiert, eine - ja sogar zwei - Launen der Natur. Wir glaubten nicht an Zufälle. Diese beiden Kinder waren für uns bestimmt. Irgendjemand wollte wohl mal sehen, ob wir das durchstehen können."

Meine Meinung:
Das Buch hat mich sehr berührt. Der Schreibstil war flüssig zu lesen. Da die Autorin alles aus ihrer Sicht schreibt und dabei auch sehr ehrlich ist (die anfängliche Verzweiflung wegen Louises Behinderung, die dann später so aufgelöst wird z. B.), macht es einem einfach, sich in das Leben von Melanie und ihrer Familie einzufühlen. Man leidet mit, freut sich mit - fühlt einfach mit. 

Die letzten ~ 70 Seiten sind leider sehr, sehr traurig :( Aber auch hier fällt auf, wie gut Melanie Ahrens ihre Gefühle in Worte fassen kann. Bewundernswert finde ich vor allem auch, mit welcher Fröhlichkeit die vorherigen Seiten geschrieben sind, wenn all dem solch ein trauriges Ende folgt. 

"Ich packte die Ware in die Einkaufstasche und ging mit Louise zum Auto. Louise lief vergnügt neben mir her und stöhnte und schnaufte heftig, weil die Tasche ja so schwer war - dabei trug ich den Einkauf allein."

Man schließt die beiden Kinder, Louise und Loreen, sofort ins Herz. Das Buch ist außerdem auch sehr informativ. Im Anhang findet man Erklärungen zu den Behindersbildern der beiden (zum einen das Down-Syndrom und zum anderen das Williams-Beuren-Syndrom) und einige Adressen von diversen Vereinen. 

Durch die vielen (zum Teil auch sehr kurzen) Kapitel kann man das Buch gut lesen und muss nicht mitten im Kapitel unterbrechen, sondern kann ruhig erst einmal das Kapitel zu Ende lesen, bevor man das Buch wieder zur Seite legt. 

Melanie Ahrens beschreibt sehr genau die Probleme und Sorgen, die Eltern haben, die ein behindertes Kind (oder sogar mehrere) bekommen, erzählt von Ängsten, aber auch von glücklichen Momenten voller Freude. 

"Louise freute sich, endlich ihren Freund Nico im Kindergarten wiederzusehen. Er war zusammen mit Louise und Loreen in der integrativen Mäusegruppe des Kindergarten. Louise wollte Nico gern heiraten, weil er einen so schönen Nachnamen hat: Fröhlich! Louise Fröhlich, das wäre es gewesen!"

Mein Fazit:
Ein sehr berührendes Buch, das man gelesen haben sollte, wenn man sich für das Thema interessiert und vielleicht auch wenn man Eltern von behinderten Kindern verstehen will, etwas über ihre Sorgen und Ängste und später den Ärger über Behörden und Mitmenschen erfahren möchte.


 "Während des Gewitters stellte ich mir vor, die Engel veranstalteten ein Feuerwerk, weil ein besonderer Mensch den Himmel erreicht hatte."

4,5 von 5 Punkten.

"Louise hat ihr Grab am Ende des Weges. Aber eigentlich ist es nicht unbedingt das Ende des Weges. Es ist auch der Anfang des Weges. Es kommt nur darauf an, von welcher Seite man den Weg betritt."

Sonntag, 26. August 2012

[Rezension] Elisabeth Stenmans - Jedes Kind ist ein Geschenk



Ich mache bei der Aufgabenchallenge mit und deswegen wird es in Zukunft wahrscheinlich öfter irgendwelche Rezensionen von mir geben. :) Ursprünglich war das ja sowieso für meinen Blog geplant, trifft sich also relativ gut. :D

Der August war leider ziemlich stressig, deswegen bin ich kaum zum Lesen gekommen, aber ich hoffe, dass ich das 2. geplante Buch auch noch diesen Monat schaffe.

Dies hier ist jedenfalls für Aufgabe 3) Lies ein Buch, das am längsten auf deinem SuB liegt


  • Seiten: 224 Seiten
  • Verlag: Irisiana (1. März 2010)
  • Preis: 16,95€ bei Amazon
  • ISBN-10: 3424150452
  • ISBN-13: 978-3424150452 
Inhalt / Klappentext:
Kinder sind die Zukunft einer Gesellschaft. Umso wichtiger ist es, ihnen ein glückliches und chancenreiches Leben zu ermöglichen. 
Elisabeth Stenmans gehört zu den bemerkenswerten Menschen, die sich dieser Aufgabe mit Leidenschaft verschrieben haben. Im Laufe ihres turbulenten Lebens hat die überzeugte Christin neben ihren beiden leiblichen 32 weitere Kinder angenommen, wenn es für diese im eigenen Land keine Hoffnung mehr gab. Was sie dazu motiviert hat, behinderte oder traumatisierte Kinder zu adoptieren, welche Abenteuer sie dabei erlebte und wie der Alltag einer Großfamilie aussieht – all das schildert sie lebendig und bewegend. Erkennbar wird eine außergewöhnliche Frau, die sich unbeirrt für die Rechte der Schwächsten einsetzt.


"Wir hatten David unsere Liebe geben dürfen, und er hatte sich wohlgefühlt mit allen sinnlichen Genüssen und aller Freude, die wir ihm bereiten konnten. Der tanzende Luftballon machte ihm freude, und wann immer ich einen solchen Ballon sehe, dann fliegt mein Herz zu David - wo immer er jetzt auch ist: Er lebt."

Meine Meinung:
Das Thema des Buches als solches hat mich sehr interessiert, deswegen hatte ich vermutlich relativ hohe Erwartungen an das Buch. Leider wurden diese Erwartungen nicht ganz erfüllt. Für mich war das Thema etwas zu oberflächlich abgeharkt. Vielleicht ist es aber auch logisch, dass man als Mutter von 34 Kindern nicht über jedes Kind ganz genau berichten kann, aber ich hätte mich darüber gefreut, wenn die einzelnen Geschichten der Kinder näher beleuchtet worden wären. 

Man konnte zu den einzelnen Charakteren keine richtige "Bindung" aufbauen - aber ich denke, dass das auch nicht das Ziel des Buches ist. Es wird ja schließlich keine gewöhnliche Geschichte erzählt, sondern eine wahre Begebenheit, die eher das Engagement von Elisabeth Stenmans aufzeigen soll und nicht unterhalten soll. 

Im Buch erfährt man zwar von einigen Kindern die genaue Geschichte, wie Elisabeth Stenmans es schaffte, sie zu adoptieren bzw. allgemein, wie es dazu kam, aber ich hätte gerne mehr über die Kinder erfahren. Für mich persönlich waren zu wenig direkte Alltagsbeispiele enthalten und auch die Fortschritte, die die Kinder im Laufe der Zeit machten, blieben eher unbeachtet. 

Vermutlich ist das aber auch nicht das Ziel des Buches. Es geht eher um Elisabeth Stenmans als Person und nicht primär um die Kinder, also war diese Erwartungshaltung vermutlich mein Fehler und nicht der der Autorin. ;)

"Ich wünsche mir sehr, dass ins Wasser geworfene Steine - egal ob von den sogenannten Großen oder den vermeintlich Kleinen - Wellen schlagen und wir gemeinsam etwas bewegen können."

Mein Fazit:
Das Buch hätte mir besser gefallen, wenn ich keine Erwartungen (die vermutlich von den Büchern von Torey L. Hayden stammen) gehabt hätte. Für jemanden, den nur allgemein dieses Thema interessiert, der sich aber nicht näher mit den genaueren Geschichten der Kinder befassen will, ist dieses Buch auf alle Fälle gut geeignet. 

2,5 von 5 Punkten.